Montag, 29. Dezember 2008
Ooops!
Es ist kurz nach elf bei uns. Mein Kopf brummt schlimmer als der Hauptgenerator auf Deck 1, und ich hatte gerade Probe. Walter Scholz bat um einen kurzen Balletteinsatz in seiner Show und die Generalprobe war deswegen für heute früh angesetzt. Irgendwie hatte ich das aber gestern Nacht verdrängt. Und so bin ich wohl mehr durch ein Wunder als meinen Wecker um zehn vor elf schockiert aus dem Bett gefallen. Bad, Zähne putzen, Mascara, Lippenstift, Haare zurück, String, Strumpfhose, Kostüm, Shirt und Trainingshose drüber und ab. Zu spät kommen- Ausreden a la die U-Bahn fuhr nicht, ich stand im Stau oder sonstiges sind hier an Bord ja eher ungünstig. Die Choreographie für diesen Einsatz habe ich übrigens vorgestern “gelernt“. Erstaunlicherweise aber zeigen meine persönlichen Erfahrungswerte, dass ich im restalkoholisierten Zustand überraschend gut brandneu vorgegebene Choreographien wiedergeben kann. Vermutlich, weil ich dann (noch) nicht in der Lage bin zu denken, was als Gruppentänzer ja sowieso oft von Nachteil sein kann. Machen, nicht denken! Nun denn, ich bereue nichts! Welch wunderbar amüsante Nacht! Inklusive meinem “Date“ im Casino. Mit dem Pfarrerssohn... Siehe Headline. Hat aber bereits ein Nachspiel. Zuerst der Techniker: „Und? Verliebt?“ Dann eine Passagierin: „Sehr gut. Wenn ich jünger wäre hätte ich mir den auch geschnappt.“ Wir sollten uns vielleicht heute nicht unbedingt zusammen sehen lassen. Sonst bestellt noch irgendwer aus der allgemein um sich greifenden chronischen Langeweile heraus das Aufgebot. Allerdings müssten wir dann einen anderen Pfarrer einfliegen lassen, weil.... Aaaaaah!
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2 Kommentare:
Grrr! ;)
;-)
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